Mobiles Internet mit UMTS, HSDPA oder LTE: Worauf muss man achten?
Fast täglich berichten wir auf unserem Portal über die neuesten UMTS bzw. 3G, HSDPA- sowie die ersten LTE (4G) -Angebote.
Nicht selten winken die Anbieter mit tollen Prämien, kostenloser Hardware und Surfsticks, Slogans wie “99 Prozent Netzabdeckung” oder alleine mit dem missverständlichen Begriff “Flatrate”, der nicht immer wirklich auch eine Flatrate meint.
Auch selbst konnten wir mittlerweile Erfahrungen mit zahlreichen Providern, Netzen, Tarifen und Preisversprechen machen, hier daraus resultierend unser kleines Regelwerk der Top-10 Dinge, die man beim mobilen Surfen sowie beim Abschluss eines entsprechenden Vertrags oder Prepaid-Angebots beachten sollte.
Einiges mag dabei selbstverständlich klingen, doch regelmäßige Anfragen von potenziellen Kunden die bei uns eingehen (weil sie wahrscheinlich vom Anbieter selbst keine brauchbare Antwort bekommen haben) zeigen, dass vieles im Werbe-Dschungel der UMTS-Tarife durchaus noch erklärungsbedürftig scheint.
Hier also die Tipps:
- Prüfen ob man wirklich eine UMTS-Flatrate benötigt: Wer nicht täglich mit dem Notebook oder auch Handy Online ist, für den lohnt sich gerade im PC-Bereich mit Surfstick meist ein Prepaid-Angebot (siehe hier die besten Anbieter).
- Flatrate ist nicht immer gleich Flatrate: Eigentlich alle uns bekannten Anbieter drosseln die UMTS bzw. HSDPA Übertragungsgeschwindigkeit ab einem bestimmten Datenvolumen, dass man herunter- oder heraufgeladen hat. Danach kann man nur noch mit GPRS surfen (zäh und langsam!). Also nachlesen wie hoch bzw. niedrig dieses Limit ist, es gibt aber angeblich schon die ersten unbegrenzten Flatrates, z.B. bei o2.
- Prepaid ist nicht immer gleich Prepaid: Auch hier gibt es mehr oder weniger günstige Tarife. Zum einen bietet der Markt Minuten-, aber auch Tages- oder Paketabrechnung mit deutlichen Unterschieden im Preis. Und: Die ersten wie Vorreiter Fonic bieten eine Art Kostenairbag oder Rechnungs-Obergrenze an.
- Vertragslaufzeiten beachten: Wenn Flatrate, dann bitte da wo die Mindestvertragslaufzeit und die Kündigungsfristen am kürzesten sind (abgesehen vom monatlichen Preis natürlich). Hier ist in letzter Zeit einige Bewegung in den Markt gekommen.
- Schauen und Nachfragen: wo man eh seinen Festnetz- oder auch Mobiltelefonanschluss hat. Manche Anbieter winken mit einem schönen Discount bzw. Preisnachlass, wenn man alles “innerhalb der Familie” belässt.
- Nicht immer der Werbung glauben: Eine schier unglaubliche Netzabdeckung und Verfügbarkeit des UMTS-Internet versprechen manche Unternehmen, mit “surfen” selbst im hinterletzten Winkel in “quasi DSL Geschwindigkeit”. So schön und praktisch das mobile Internet auch ist, diese Versprechen sollte man erfahrungsgemäß besser ausprobieren in den Wunsch- und Hauptnutzungs-Gegenden seiner Wahl.
- Dementsprechend gilt testen, testen, testen: Fragt Freunde und Bekannte über ihre Erfahrungen mit UMTS und ihrem Provider. Nutzt günstige Prepaid-Pakete die ihr notfalls wechseln könnt. Bei o2 kann man die Flatrate teils auch – angeblich unverbindlich – “testen“. Auf keinen Fall 24-Monatsverträge abschließen bevor man die Internet-Netz-Qualität nicht kennt.
- Beim Discounter vorbeischauen: Auch wir berichten hier regelmäßig über Prepaid-Pakete, die es beim Supermarkt oder Elektronik-Discounter um die Ecke in begrenzten Sonderaktionen oft viel billiger als beim Anbieter selbst gibt. Also: schön regelmäßig unsere Seite lesen
- Brauche ich einen Surfstick ja oder nein: Für Notebook, Netbook & Co. kann es sich lohnen genau zu vergleichen. Bei manchen Unternehmen ist der mitgelieferte Stick günstiger, bei anderen kann es Sinn machen sich mal bei Ebay o.ä. nach einem (natürlich Simlock-freien) Gerät umzuschauen.
- Für UMTS auf dem Handy: Vor allem bei Billig- und Lockangeboten schauen, ob der Tarif wirklich auch mit dem eigenen Handy, Smartphone, iPad, Tablet etc. funktioniert (z.B. Stichwort MicroSIM)! Und auch hier sind Dinge wie Inklusiv-Datenvolumen und Kostenairbag etc. fast noch wichtiger als bei den herkömmlichen UMTS-Tarifen, da hier das Angebot noch verwirrender und undurchschaubarer ist.
Wir hoffen ihr könnt etwas anfangen mit diesen Ratschlägen, falls ja oder falls ihr noch mehr Tipps habt, immer her damit (am besten über die Kommentarfunktion unter diesem Beitrag).
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